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Zako baut mit Remmert-Hilfe Lager- und Fertigungskapazitäten aus

: Remmert


Flexibilität spielt bei der Integration eines Lagers eine wesentliche Rolle. Ob die getroffene Entscheidung richtig ist, zeigt sich spätestens, wenn sich die Anforderungen ändern. So auch im Fall der Zako GmbH. Der Hersteller von Sanitär- und Metalltechnik integrierte eine vollautomatisierte Blechfertigungszelle. Um den steigenden Kundenanforderungen in der Lohnfertigung gerecht zu werden, investierte das Unternehmen dazu in den Ausbau der Lager- und Fertigungskapazitäten. Gemeinsam mit seinem langjährigen Geschäftspartner Remmert erweiterte Zako sein bestehendes Blechlagersystem und steigerte seine Lagerkapazität um 125 %.

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Ausbau des Blechlagers: Im Mittelpunkt des Projektes standen die optimale Ausnutzung der bisherigen Lagerfläche sowie eine bessere Bestandsübersicht.

Ausbau des Blechlagers: Im Mittelpunkt des Projektes standen die optimale Ausnutzung...

Vorwandsysteme made by Zako – damit wurde die gleichnamige GmbH bekannt. An seinem Standort in Detmold (D) entwickelt und produziert das Unternehmen Lösungen für den Sanitärbereich. Hierfür benötigt Zako eine Vielzahl von Stahl-, Edelstahl- und Aluminiumplatinen. Um das Leistungsspektrum weiter auszubauen, wurde der Betrieb vor rund acht Jahren zusätzlich als Zulieferer aktiv und investierte in eine eigene Blechbearbeitung. „Wir wollten es von Anfang an richtig angehen. Nicht nur was die Bearbeitungsmaschinen angeht, sondern auch unsere Materialbevorratung“, erklärt Thorsten Schäffer, Geschäftsführer der Zako GmbH. „Da die manuelle Bodenlagerung nicht mehr wirtschaftlich und effizient war, haben wir bereits 2011 ein Automatiksystem integriert.“ Im Mittelpunkt des Projektes standen zum einen die optimale Ausnutzung der bisherigen Lagerfläche sowie eine bessere Bestandsübersicht. Zum anderen sollte durch das vereinfachte Handling eine reibungslose Versorgung der Produktion ermöglicht werden. Die ideale Lösung: ein Remmert-Blechlager. Auf einer Fläche von 90 m² schaffte Zako so Platz für 100 Paletten à 3 t Traglast. Der Metalltechnikexperte reduzierte damit seine Lagergrundfläche um 60 % und verdoppelte gleichzeitig seine Lagerkapazität.

Der Bestand wird über die Lagerverwaltungssoftware PRO WMS Enterprise von Remmert dokumentiert. Die Planbarkeit von Aufträgen hat sich dadurch maßgeblich verbessert. Die IT-Lösung steuert zudem die direkt an das Blechlagersystem angeschlossene Bystronic-Laseranlage. Beide bilden eine kompakte Fertigungseinheit. Bei einem neuen Auftrag fordert der Laser das benötigte Flachgut über eine Datenschnittstelle an. Das Regalbediengerät transportiert daraufhin die Materialien zur definierten Lagerstation. Die Zuführung der Bleche an die Maschine erfolgt automatisch. Die Zuschnitte werden anschließend rückgelagert, bis die Mitarbeiter sie über die zentrale Einlagerstation aus
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Auf einer Fläche von 90 m² schaffte Zako Platz für 100 Paletten à 3 t Traglast und reduzierte damit seine Lagergrundfläche um 60 % bzw. verdoppelte gleichzeitig seine Lagerkapazität.

Auf einer Fläche von 90 m² schaffte Zako Platz für 100 Paletten à 3 t Traglast...

dem Lager entnehmen. Das Ergebnis dieses durchdachten Prozesses: Der Laser kann dank des effizienten Handlings drei Schichten pro Tag ununterbrochen arbeiten.

Neuen Anforderungen begegnen

Seit der Lagerintegration sind ein paar Jahre vergangen. Die vollautomatische Blechfertigungszelle läuft immer noch einwandfrei. Doch haben sich mittlerweile die Anforderungen geändert. Zako-Geschäftsführer Achim Schäffer erläutert: „Heute macht die Lohnfertigung bereits 50 % unseres Geschäfts aus. Aufgrund des großen Interesses seitens unserer Kunden wollen wir diesen Geschäftszweig weiter ausbauen. Das erfordert jedoch mehr Kapazitäten.“

Zako entschied sich deshalb dafür, seine Fertigungstechniken auszubauen. Um über ausreichend Ressourcen für die Versorgung der Maschinen zu verfügen, war eine weitere Konsequenz die Erweiterung des Blechlagers. Eine Herausforderung? Nicht für Remmert. „Wir hatten im Rahmen des Erstprojektes bereits mit Zako über einen späteren Ausbau des Lagers gesprochen und das System dementsprechend konzipiert“, berichtet Matthias Remmert, Geschäftsführer der Friedrich Remmert GmbH. Darüber hinaus hatte Remmert in Abstimmung mit dem Metallexperten bereits ein mögliches Lagerlayout entwickelt. Dieses sah die Vergrößerung des Blechsystems durch zusätzliche Lagerfläche vor. Zako sollte es so möglich sein, sein Lagervolumen um 125 % zu steigern. „Das ursprüngliche Erweiterungslayout entsprach heute nicht mehr ganz unseren Vorstellungen und Bedürfnissen“, berichtet Thorsten Schäffer.
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Durch den herstellerunabhängigen Ansatz Remmerts ließ sich die Stanz-Laseranlage von Trumpf datentechnisch und mechanisch problemlos an das Blechlager anschließen. Beide Maschinen, Kombianlage und Bystronic-Laser, werden über die Lagerverwaltungssoftware PRO WMS Enterprise betrieben.

Durch den herstellerunabhängigen Ansatz Remmerts ließ sich die Stanz-Laseranlage...

„Remmert passte es deshalb an unsere aktuellen Herausforderungen an.“

Gut gelöst

In nur wenigen Wochen hat das neue Lagerkonzept bei Zako Gestalt angenommen. Das Ergebnis der Erweiterung: Während die Lagergrundfläche lediglich um etwa 100 m² gewachsen ist, wurde die Lagerkapazität um 140 Lagerplätze erhöht. Der Zulieferer verfügt damit über ein maximales Lagervolumen von 720 t – eine deutliche Steigerung im Vergleich zu vorher. Ausreichend Kapazitäten, um wie gewünscht eine zweite Bearbeitungsmaschine durchgängig mit Materialien zu versorgen. Der Metallexperte integrierte deshalb nun eine neue Trumpf-Kombimaschine.

Durch den herstellerunabhängigen Ansatz Remmerts ließ sich die Stanz-Laseranlage datentechnisch und mechanisch problemlos an das Blechlager anschließen. Beide Maschinen, Kombianlage und Bystronic-Laser, werden über die Lagerverwaltungssoftware PRO WMS Enterprise betrieben. Die nahtlose Versorgung der zweiten Bearbeitungsmaschine erfolgt über eine neue Lagerstation. Da die Maschine wegen ihrer Größe in 12 m Entfernung vom Lager steht, entwickelte Remmert zudem ein individuelles Materialflusskonzept. Dabei fährt der Verfahrwagen nach der Auslagerung der Blechplatinen automatisch bis unter die Handlinghilfe der Kombimaschine. Hierbei kreuzt er einen der Hauptverkehrswege bei Zako. Remmert stattete die Technik deshalb mit einer Sicherheitssensorik aus. Wird die vorgegebene Sicherheitslinie unterbrochen, stoppt der Wagen automatisch. Zudem setzt er sich erst nach Entfernen der Störquelle und einem
weiteren Sensorencheck wieder in Bewegung. Die Verletzungsgefahr für die Mitarbeiter und das Risiko von Materialbeschädigungen liegen dadurch bei null. Nach der Bearbeitung der Bleche und Flachgüter realisiert die Kombianlage die automatische Palettierung der Zuschnitte. Als Resultat des Einsatzes einer zweiten Bearbeitungsmaschine erzielt Zako eine Steigerung der Umschlagleistung von bis zu 120 %.

Gestern – heute – morgen

Anforderungen von morgen frühzeitig zu erkennen und zu lösen, ist eine Herausforderung, mit der sich viele Betriebe konfrontiert sehen. Dank ihres Blechlagers hat die Zako GmbH dies geschafft. Seit dem Ausbau des Systems verfügt der Metallexperte über ausreichend Kapazitäten, um eine optimale Durchsatzleistung für seine beiden Geschäftsbereiche zu erzielen. Darüber hinaus kann das Unternehmen seine Leistung künftig weiter steigern.

Ausbau des Blechlagers: Im Mittelpunkt des Projektes standen die optimale Ausnutzung der bisherigen Lagerfläche sowie eine bessere Bestandsübersicht.
Auf einer Fläche von 90 m² schaffte Zako Platz für 100 Paletten à 3 t Traglast und reduzierte damit seine Lagergrundfläche um 60 % bzw. verdoppelte gleichzeitig seine Lagerkapazität.
Durch den herstellerunabhängigen Ansatz Remmerts ließ sich die Stanz-Laseranlage von Trumpf datentechnisch und mechanisch problemlos an das Blechlager anschließen. Beide Maschinen, Kombianlage und Bystronic-Laser, werden über die Lagerverwaltungssoftware PRO WMS Enterprise betrieben.
Remmert-Blechlager bei Zako vor der Erweiterung.


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