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Schneidschlacke zuverlässig entfernt

: Lissmac


Beim Schneiden von dicken Blechen im Autogen- oder Plasmaverfahren entstehen teilweise kräftige Schlackenanhänge. Nun hat Lissmac ein Verfahren entwickelt und in einer neuen Maschine umgesetzt, das die Schlacke von den Schnittkanten auf rationelle Weise abschlägt. Selbstverständlich blieb Lissmac seinem Prinzip der gleichzeitigen Bearbeitung der Ober- und der Unterkante in einem Durchlauf treu. Die SBM-D genannte Schlackenentfernungsmaschine entfernt die Schneidschlacken vollständig vom Blechteil.

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Die SBM-D wird in Blechdurchlassbreiten von 1.000 beziehungsweise 1.500 mm gefertigt.

Die SBM-D wird in Blechdurchlassbreiten von 1.000 beziehungsweise 1.500 mm gefertigt.

Lissmacs Bürst- und Schleifmaschinen haben bislang vielfach zu einer signifikanten Qualitätsverbesserung bei der Bearbeitung von Blechteilen beigetragen. „Genau aus diesem Kundenkreis“, berichtet Josef Weiland, Technischer Leiter im Hause Lissmac, „kam dann auch die Anregung, eine Maschine zu bauen, welche die beim Autogen- und Plasmaschneiden entstehenden Schlackenanhänge auf rationelle Weise entfernt. Bisherige Praxis war das Abschlagen mit Hammer und Meißel oder das Abschleifen der Schlacken mit grobkörnigen Schleifbändern. Das erstere Verfahren ist mit einem hohen Unfallpotenzial verbunden, das zweitere kostet viel Zeit und Geld. Zum Abschleifen der Schlacken in den Schleif- und Entgratmaschinen kann man nur mit kleinen und damit zeitaufwendigen Vorschubgeschwindigkeit fahren. Darüber hinaus verursacht das Abschleifen der Schlacken hohe Betriebskosten durch einen hohen Verbrauch an Schleifbändern sowie den daraus resultierenden zusätzlichen Stillstandszeiten fürs Bandwechseln.“

„Nach einer Reihe von gezielten Experimenten“, führt Josef Weiland weiter aus, „haben wir ein Verfahren gefunden, mit dem die Schlacke rationell vom Blechteil getrennt wird. Wir haben nach Werkzeugen gesucht, die ähnlich den gegenläufigen Schleifbändern endlos das geschnittene Blech in einem Durchlauf auf beiden Seiten bearbeiten. Dies realisieren wir mit speziellen Hartmetallwerkzeugriemen.“

Rationalisierungsergebnisse

Ein Zuführ- und ein Abführförderband schieben das zu bearbeitende Teil durch die Maschine. Jeweils zwei gegenläufige Werkzeugriemen bearbeiten das zu entschlackende Werkstück von oben und unten
zugleich. Die oberen und unteren Werkzeugriemen werden jeweils von einem 3 kW Elektromotor angetrieben. Das heißt, die Maschinen arbeiten sehr energieeffizient. „Unsere Schlag-Werkzeugriemen“, hebt Josef Weiland hervor, „erreichen eine Standzeit bis zu 1000 Stunden.“

„Unsere Schlackenentfernungsmaschinen“, fügt Martin Leising, Entwicklungsleiter Serienmaschinen, hinzu, „fertigen wir in den Blechdurchlassbreiten von 1.000 beziehungsweise 1.500 mm. Der Vorzug, dass beide Seiten in einem Durchgang bearbeitet werden, wird besonders bei großflächigen und entsprechend schweren Blechteilen wirksam, die jetzt nicht mehr gewendet werden müssen.“ Einen weiterer Vorzug beschreibt Josef Weiland: „Die am endlosen Riemen laufenden Abschlagwerkzeuge arbeiten so flexibel, dass auch wellige Teile zuverlässig und vollständig von den Schneidschlacken befreit werden.“

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