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Kontinuierliche Investition bringt Wachstum

: Schuler


Die erste 400-Tonnen-Servopresse vom Typ MSD 400 lieferte Schuler im April 2014 an Alzner Automotive in Grafenau bei Stuttgart aus. Ein knappes Jahr später traf eine Bestellung über eine MSD 250 ein. Es folgte eine weitere MSD 400, dann eine MSD 630, und zwischendurch eine 500 Tonnen starke hydraulische HPX-Presse. Die zweite 630-Tonnen-Maschine kam im Juli vergangenen Jahres und Ende 2019 die zweite HPX 500 – macht sage und schreibe sieben Schuler-Pressen in fünfeinhalb Jahren.

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Die zweite 630-Tonnen-Servopresse (MSD 630) hat Schuler erst im Sommer vergangenen Jahres installiert.

Die zweite 630-Tonnen-Servopresse (MSD 630) hat Schuler erst im Sommer vergangenen...

Darüber hinaus rüstete Alzner Automotive die Pressen mit dem IIoT-Connector von Schuler aus. Dadurch ist der Betriebsstatus der Anlagen von überall und zu jeder Zeit abrufbar. Das Passwort-geschützte Portal mySchuler informiert unter anderem auch über das laufende Werkzeug, die aktuelle Hubzahl, die Presskraft sowie die Schmier- und Kühlkreisläufe. Auf diese Weise lassen sich mögliche Abweichungen früh erkennen und schnell beheben. Die Anschaffung des kameragestützten Überwachungssystems von Schuler für Werkzeuge (Visual Die Protection) prüft der Automobilzulieferer ebenfalls.

Qualität überzeugt

„Wir haben uns damals gesucht und gefunden“, erinnert sich Geschäftsführer Hans-Martin Tekeser mit einem Schmunzeln an die Anfänge mit Schuler. „Seitdem hatten wir keine bemerkenswerten Probleme mit den Pressen und das ist schon ein starkes Indiz dafür, dass Schuler eine hohe Qualität bietet. Und das Preis-Leistungs-Verhältnis passt auch.“ Außerdem ist für Tekeser die Flexibilität im Service wichtig: „Wir können es uns nicht antun, dass eine Maschine drei oder vier Wochen steht, wie das etwa bei der Presse eines anderen Herstellers in unserem Maschinenpark der Fall war.“

Das Unternehmen hat seit 2013 ein enormes Wachstum hingelegt, nicht zuletzt dank der Schuler-Anlagen: „Wir fahren auch heute immer noch am Anschlag und können nicht alles runterproduzieren“, erzählt Tekeser – und das,
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Mit einem speziellen Werkzeug gelang es Alzner Automotive, die Ausbringungsleistung der MSD 630 zu verdoppeln.

Mit einem speziellen Werkzeug gelang es Alzner Automotive, die Ausbringungsleistung...

obwohl Alzner Automotive zum Beispiel mit einem speziellen Werkzeug für die 630-Tonnen-Transferpresse die Stückzahlen verdoppeln konnte.

Elektromobilität bringt Auftragsschub

Hintergrund für das florierende Geschäft ist der Wandel hin zu Elektromobilität. Während andere Zulieferer deshalb um ihre Kunden bangen, spürt Alzner Automotive nichts von einer Beruhigung im Markt – im Gegenteil, das Unternehmen generiert einen Neuauftrag nach dem anderen: „Im Bereich Elektromobilität ist sehr viel hereingekommen, sowohl von unseren bestehenden Kunden als auch von neuen.“

Seien es mechanische Komponenten für die Batteriezellen und Motoren oder sicherheitsrelevante Verstärkungsbleche – die Vielfalt der möglichen Produkte ist hoch. „Die Kunden schauen immer stärker auf die Preise“, betont der Geschäftsführer. „Das bedeutet, dass die Teile hinten nur so aus der Presse fallen müssen. Wir beraten die Hersteller deshalb auch, wie man effizienter konstruieren könnte und zum Beispiel statt einem Rohr ein Blech als Ausgangsmaterial benutzt. Unsere räumliche Nähe und unser praxisorientierter Ansatz hilft uns dabei sehr.“

Hallenkapazität verdoppelt

Um die geforderte Stückzahl und Präzision zu bewältigen, investierte Hans-Martin Tekeser nicht nur in die Anstellung neuer Beschäftigter, sondern eben auch in Pressen, Digitalisierung und Automatisierung: „Allein mit Manpower
kann man das nicht abdecken.“ In den vergangenen fünf Jahren hat sich die Hallenkapazität bei Alzner Automotive auf zwei Hektar verdoppelt. Als es mit der jüngsten Erweiterung nicht auf Anhieb klappte, lagerte Schuler die erste 630-Tonnen-Presse kurzerhand für ein halbes Jahr ein, bis die Gemeinde Grafenau endlich grünes Licht gab. Im Herbst 2019 kamen nun noch einmal 7.500 Quadratmeter dazu.

Die zweite 630-Tonnen-Servopresse (MSD 630) hat Schuler erst im Sommer vergangenen Jahres installiert.
Mit einem speziellen Werkzeug gelang es Alzner Automotive, die Ausbringungsleistung der MSD 630 zu verdoppeln.
Eine hydraulische Presse vom Typ HPX 500 ist die jüngste Erweiterung des Maschinenparks von Alzner Automotive.
Über das mySchuler-Portal kann Alzner Automotive auch per Smartphone die insgesamt sieben Pressen überwachen.
„Schuler biete eine hohe Qualität und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis“, so Geschäftsführer Hans-Martin Tekeser (rechts).



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Bericht in folgenden Kategorien:
Pressen, Hydraulische Pressen

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