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Dynamisch und wirtschaftlich in allen Blechdicken

: Trumpf


Durch hohe Investitionen in der Biegeautomatisierung konnte die Terschl GmbH & CoKG in den letzten zwei Jahren die Kapazitäten beim Kanten massiv in die Höhe schrauben. Um den dadurch erhöhten Materialbedarf größtenteils selbst abdecken zu können, setzt der Lohnfertiger im Blechzuschnitt auf zwei weitere Maschinenlösungen von Trumpf: die kompakte, vollautomatisierte Stanzmaschine TruPunch 1000 sowie die ultraschnelle Laserschneidmaschine TruLaser 5030 fiber, mit der die Oberösterreicher dank des 10 kW starken Fiberlasers ihr bereits vielfältiges Teilespektrum nochmal deutlich ausweiten. Somit ist Terschl konkurrenzfähiger denn je. Von Ing. Norbert Novotny, x-technik

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Im Juni hat Terschl seinen Maschinenpark um eine Faserlaserschneidmaschine und eine Stanzmaschine (im Hintergrund) von Trumpf erweitert. (Bilder: x-technik)

Im Juni hat Terschl seinen Maschinenpark um eine Faserlaserschneidmaschine und...

Terschl steht für Vielfalt in der Blechbearbeitung: „Und das in höchster Qualität zur richtigen Zeit“, betont Geschäftsführer Werner Terschl. Um diesen eigenen, hohen Anspruch gerecht zu werden, setzt es sich der Lohnfertiger zum Ziel, stets über die modernsten Maschinen und fortschrittlichsten Technologien zu verfügen. Trotz gelebter Markenoffenheit in den letzten Jahren vertrauen die Adlwanger bei einem Gros des Maschinenparks nach wie vor auf Lösungen des langjährigen Partners Trumpf.

Die bereits bestehende Trumpf-Riege mit zwei Laser-Stanz-Maschinen, drei Laserschneidmaschinen, einer Rohr-Laserschneidmaschine, sechs Abkantpressen und zwei Schweißzellen (1x Laser, 1 x Lichtbogen) wurde nun im Juni mit einer Laserschneidmaschine sowie einer Stanzmaschine verstärkt: die TruLaser 5030 fiber und die TruPunch 1000. „Gründe für die jüngsten Maschineninvestitionen waren, zum einen weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben sowie das eigene Teilespektrum auszuweiten und zum anderen vor allem den erhöhten Materialbedarf beim Kanten größtenteils selbst abdecken zu können“, so Terschl, der ergänzt: „Trumpf ist seit jeher ein zuverlässiger und wichtiger Partner für uns. Das dabei über Jahre aufgebaute, große Vertrauen und die durchwegs positiven Erfahrungen mit den bereits bestehenden Maschinen haben uns veranlasst, dieses Mal wieder auf das Bewährte zurückzugreifen.“

Hochleistungslaser für großes Materialspektrum

Aufgrund der hohen Maschinendynamik der TruLaser 5030 fiber und einer Laserleistung von 10 kW kann Terschl nun ein wesentlich breiteres Materialspektrum, beispielsweise dickes Edelstahl oder Aluminium,
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Der 10 kW-Laser der TruLaser 5030 fiber besticht durch überragende Bearbeitungsgeschwindigkeit, großes Materialspektrum und hohe Teilequalität.

Der 10 kW-Laser der TruLaser 5030 fiber besticht durch überragende Bearbeitungsgeschwindigkeit,...

das zuvor teilweise extern vergeben werden musste, mit höchster Geschwindigkeit und Qualität selbst bearbeiten. „Teile aus hitzefestem, 10 mm starkem Edelstahl schneiden wir mit dem Fiberlaser absolut gratfrei bis zu sechs Mal schneller als mit unserem 6 kW-CO2-Laser – bei 50 % geringerem Energieverbrauch“, ist der Geschäftsführer begeistert.

Dabei machen der automatische Düsenwechsel sowie clevere Assistenzsysteme den kompletten Bearbeitungsprozess produktiver und zuverlässiger denn je. „Der optimale Zustand von Düse und Linse ist eine wichtige Voraussetzung für sichere Prozesse und hohe Teilequalität – auch im voll automatisierten Betrieb. Die Funktion Smart Nozzle Automation wechselt die richtige Düse ein und überprüft Düsenzustand und Strahlzentrierung“, erläutert Ing. Christoph Ebner. „Mittels integrierter Kamera wird die Düse regelmäßig gescannt und erst getauscht, wenn es wirklich nötig ist. Das reduziert den Düsenverbrauch enorm, auch die Ausfallzeiten der Maschine werden so weiter minimiert“, zeigt sich Terschl zufrieden.

Autonomes Schneiden

Dank der 1-Schneidkopf-Strategie von Trumpf werden alle Blechdicken mit ein und demselben Schneidkopf bearbeitet. „Zudem wählt der automatische Düsenwechsler den Anforderungen entsprechend die geeignete Düsenvariante aus Standard, Highspeed, Highspeed Eco oder CoolLine, ohne dass ein Bediener in irgendeiner Form in den Prozess eingreifen muss. Genau das verstehe ich unter autonomes Schneiden“, ist der Geschäftsführer voll des Lobes. So könnten
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Autonom schneiden: Alle Blechdicken werden mit ein und demselben Schneidkopf bearbeitet. Zudem wählt der automatische Düsenwechsler die geeignete Düsenvariante, ohne dass ein Bediener in irgendeiner Form in den Prozess eingreifen muss.

Autonom schneiden: Alle Blechdicken werden mit ein und demselben Schneidkopf...

auch kleinere Losgrößen beispielsweise in der Nachtschicht automatisch abgearbeitet werden. Die Be- und Entladung der Maschine erfolgt klassisch über den Liftmaster von Trumpf: „Der Liftmaster hat den Vorteil, dass er eine volle Zugänglichkeit des Tisches ermöglicht. So können, wenn es einmal schnell gehen muss, die fertigen Teile direkt vom Tisch händisch abgeräumt werden“, so Terschl weiter.

Optimale Schneiddüse für jede Anwendung

Für den Zuschnitt von dickem Material ab 15 mm ist der Einsatz der CoolLine-Düse prädestiniert. Während der Bearbeitung sprühen Düsen mit präzisen Bohrungen Wassernebel kreisrund um den Laserstrahl auf das Werkstück. Die Verdampfungsenergie des Wassers bewirkt, dass das Material um den Laserstrahl gekühlt wird. „CoolLine erhöht die Prozesssicherheit beim Schneiden von dickem Baustahl deutlich“, bringt es Werner Terschl auf den Punkt.

Am häufigsten verwenden die Oberösterreicher allerdings das Schneidverfahren Highspeed, das beim Stickstoff-Schneiden mit dem Fiberlaser den Tafeldurchsatz bei mittleren und dicken Baustahl- und Edelstahlblechen nahezu verdoppelt. „Ein besonderes Düsendesign reduziert dabei den Schneidgasverbrauch außerdem um bis zu 40 % und beugt bei scharfkantigen Konturen sogar der Gratbildung vor“, geht Ebner ins Detail. Mit dem Schneidturbo Highspeed Eco könnte sogar bis zu 70% an Schneidgas eingespart werden: „Da dieses Verfahren aufgrund der Eco-Hülse an der Düse einen größeren Abstand zwischen den zu schneidenden Teilen benötigt, ist
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Für das Stanzen von Serienteilen investierte Terschl mit der TruPunch 1000 in eine kompakte, vollautomatische Fertigungszelle

Für das Stanzen von Serienteilen investierte Terschl mit der TruPunch 1000...

es für uns nur beschränkt einsetzbar“, berichtet Terschl, der fortfährt: „Baustahl bis 6 mm schneiden wir ausschließlich mit Stickstoff – und das mit überragenden Vorschubgeschwindigkeiten. Eine Schnittkantennachbehandlung ist nicht nötig.“ Auch bei der Bearbeitung von verzinkten Blechen habe der Fiberlaser große Stärken.

Prozesssicher konstante Schneidergebnisse

Höchste Prozesssicherheit garantiert der Kollisionsschutz für den Schneidkopf. „Gerade beim Schneiden von Dünnblech drohen Kollisionen durch kippende Teile. Der Kollisionsschutz minimiert die Folgen – eine Art Airbag für den Schneidkopf“, verdeutlicht Ebner. Auch die Eigenschaften des Laserstrahls spielen bei der Teileproduktion eine große Rolle. Dazu gehört auch die Fokuslage: Ist sie nicht optimal eingestellt, beeinträchtigt das die Beschaffenheit der Teile. Smart Beam Control stellt die korrekte Fokuslage des Laserstrahls jederzeit sicher: „Ein im Schneidkopf integrierter Sensor überprüft permanent die Lage des Fokus. Bei Veränderungen regelt die Funktion nach“, erklärt der Trumpf-Mitarbeiter.

Mit Drop&Cut bietet Trumpf eine Funktion, die Werner Terschl besonders schätzt: „Muss ein Teil schnell nachproduziert werden, zählen Tempo und Resttafelnutzung. Dank einer Kamera erscheint das Live-Bild des Maschineninnenraums direkt auf der Bedienoberfläche. Dadurch können wir Teile aus bestehenden Programmen auf der Resttafel live verschachteln, in Sekundenschnelle nachproduzieren und zudem Resttafeln verwerten.“

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Seit Inbetriebnahme liefert die kompakte TruPunch 1000 täglich permanenten Output.

Seit Inbetriebnahme liefert die kompakte TruPunch 1000 täglich permanenten...

Stanzen mit Köpfchen

Für die Produktion von Serienteilen, die anschließend von den Biegerobotern weiterverarbeitet werden, suchte man im Stanzen eine kompakte, vollautomatische Fertigungszelle. „Lediglich einmal am Tag sollte die Maschine mit Material versorgt bzw. die fertigen Teile weggeräumt werden müssen“, war der Wunsch des Geschäftsführers. Für dieses Anforderungsprofil passte nur eine Maschine „wie die Faust auf´s Auge“: die TruPunch 1000 mit ihren vielfältigen Automatisierungsmöglichkeiten. „Bei einem kurzentschlossenen Besuch gemeinsam mit Christoph Ebner im Trumpf-Headquarter in Ditzingen(D), bei dem im Vorführzentrum Musterteile von uns auf der TruPunch 1000 sehr überzeugend gefertigt wurden, haben wir sehr rasch zugeschlagen“, erinnert sich Terschl, der vor allem das gute Preis-Leistungsverhältnis der Maschine herausstreicht.

Seit Inbetriebnahme liefert die kompakte Stanzmaschine täglich permanenten Output. Mittels der Beladeeinheit Sheetmaster Compact wird sie automatisch mit Blech versorgt. Der SortMaster Compact entnimmt die fertigen Teile aus dem Restgitter auf dem Maschinentisch und legt sie gestapelt auf einem Transportwagen ab. „Die einzeln ansteuerbaren Sauger sorgen für eine sichere und kratzerarme Entnahme“, bemerkt Terschl. Anschließend können sie bereits fertig gestapelt und somit ideal vorbereitet zum Kanten transportiert werden. Große Teile mit bis zu 1.250 x 450 mm können über eine Teileklappe automatisiert entladen werden. Kleinteile mit bis zu 180 x 180 mm sortiert die Maschine über eine Teilerutsche automatisch in bereitstehende Boxen.

Ausgeklügeltes System

Der
patentierte Antrieb Delta Drive macht eine Bewegung von Blech und Auflagetisch in der Y-Achse überflüssig, indem er erstmals zulässt, dass der Stanzkopf hin- und herfährt, also „fliegt“. Überdies erlaubt der frei drehende Stanzkopf volle Bearbeitungsfreiheit und macht das System überaus flexibel. Dadurch werden auch dementsprechend weniger Werkzeuge benötigt. Als großen Vorteil sieht Werner Terschl, dass die Werkzeuge der bestehenden Laser-Stanz-Maschinen auf der TruPunch 1000 eingesetzt werden können: „Mit unseren MultiTool-Werkzeugen erzeugen wir auch Umformungen wie Kiemen, Laschen oder Gewinde.“

Die gute Zugänglichkeit zum Stanzkopf und zu den Werkzeugen möchte der Geschäftsführer nicht unerwähnt lassen. Außerdem kann die Maschine mit ihren Anforderungen wachsen. Die TruPunch 1000 könnte auch mit einem Laser nachgerüstet werden.

Am Puls der Zeit

Um für absolute Transparenz in der Fertigung zu sorgen, sind zumindest alle neueren Trumpf-Maschinen in TruTops Monitor eingebunden. „Darin erhalten wir übersichtlich Informationen über die Produktivität, Einsatzzeiten oder Störungen jeder einzelner Maschine. In Zukunft soll die Kapazitätenplanung der gesamten Blechfertigung optimal danach ausgerichtet werden“, meint Terschl, für den neben der Automatisierung auch die Digitalisierung der Fertigungsprozesse für den zukünftigen Erfolg eines Lohnfertigers essentiell ist: „Mit den cleveren Lösungen von Trumpf werden wir den Weg der digitalen Transformation erfolgreich weitergehen.“

Im Juni hat Terschl seinen Maschinenpark um eine Faserlaserschneidmaschine und eine Stanzmaschine (im Hintergrund) von Trumpf erweitert. (Bilder: x-technik)
Der 10 kW-Laser der TruLaser 5030 fiber besticht durch überragende Bearbeitungsgeschwindigkeit, großes Materialspektrum und hohe Teilequalität.
Autonom schneiden: Alle Blechdicken werden mit ein und demselben Schneidkopf bearbeitet. Zudem wählt der automatische Düsenwechsler die geeignete Düsenvariante, ohne dass ein Bediener in irgendeiner Form in den Prozess eingreifen muss.
Für das Stanzen von Serienteilen investierte Terschl mit der TruPunch 1000 in eine kompakte, vollautomatische Fertigungszelle
Seit Inbetriebnahme liefert die kompakte TruPunch 1000 täglich permanenten Output.
Für die kratzerarme Bearbeitung ist die neue Stanzmaschine mit einem Bürstentisch ausgestattet.
Kapazitäten im Zuschnitt erfolgreich ausgebaut (v.l.n.r.): Christoph Ebner (Trumpf), Vorname Nachname (Funktion) und Werner Terschl.
In der Blechbearbeitung setzt der Lohnfertiger Terschl auf einen modernen Maschinenpark und steht für Vielfalt: Mit vier Laseranlagen, zwei Stanz-Lasermaschinen, einer Stanzmaschine, drei Rohrlaserschneidanlagen, sieben Abkantpressen und drei automatischen Biegezellen sind der Formgebung fast keine Grenzen gesetzt.
Werner Terschl, Geschäftsführer der Terschl GmbH & CoKG: Trumpf ist seit jeher ein zuverlässiger und wichtiger Partner für uns. Das dabei über Jahre aufgebaute, große Vertrauen und die durchwegs positiven Erfahrungen mit den bereits bestehenden Maschinen haben und veranlasst, dieses Mal wieder auf das Bewährte zurückzugreifen.
Ing. Christoph Ebner, Leiter Verkaufsbüro Oberösterreich bei Trumpf: Die TruLaser 5030 fiber überzeugt durch hohe Bearbeitungsgeschwindigkeit und reproduzierbare, hohe Teilequalität selbst bei komplexen Konturen. Dank des Fiberlasers erreicht die Maschine exzellente Vorschübe. Clevere Assistenzsysteme machen den kompletten Bearbeitungsprozess zudem produktiver und zuverlässiger denn je.


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